Die Ehe sollte unter Gottes Segen geschlossen werden.

Frisch vermähltes Brautpaar am Bodensee

Katrin und Roman | Wasserburg, Bodensee

War ihre Hochzeit der schönste Tag ihres Lebens? Katrin und Roman Strittmatter schütteln den Kopf. Da gäbe es noch viele andere Tage, meinen sie lachend. Sie kennen sich schon seit gut zehn Jahren. Trotzdem war ihre kirchliche Trauung ein überwältigendes emotionales Erlebnis. So intensiv, „dass ich manche Details gar nicht mehr wahrgenommen habe“, erzählt der 34-jährige Ehemann. Zum Beispiel die Trauformel, stellen beide erstaunt fest. „Bis dass der Tod uns scheidet“, das wollten sie sich versprechen, vor Gott, ihrer Familie und den engsten Freunden an einem besonderen Ort am Bodensee. Die Region ist für die 28-Jährige mit vielen bewegenden Erinnerungen verknüpft.

Er katholisch, sie evangelisch, entschieden sie sich bewusst für eine ökumenische Trauung. „Die standesamtliche Eheschließung ist nur eine Formalie, die hilft einem nicht, wenn es mal schwierig wird“, meint die Apothekerin. Den Segen Gottes für ihr künftiges Zusammenleben wollten beide unbedingt. Katrin Strittmatter hat erlebt, wie der Glaube sie durch ein tiefes Tal trug, als ihre Mutter krank wurde und starb. Die gleiche unsichtbare Kraft wünscht sie sich für ihre Ehe. Roman Strittmatter stimmt ihr zu. Das Wichtigste war ihnen ein persönliches Verhältnis zum Pfarrer, den Katrin bereits seit Schulzeiten kannte und mochte. Schon im Vorgespräch hatte das Paar fast das Gefühl, er würde zur Familie gehören.
 
Brautpaar lächelt in die Kamera

Quelle: Nicole Schäfer Fotografie | www.nicoleschaefer.de

Die Hochzeit verlief genauso, wie sie es sich gewünscht hatten: Ein Familiengottesdienst, bei dem alle eingebunden waren, mit Lesungen, Fürbitten, Blumenkind und dem Vater, der gerührt seine Tochter zum Bräutigam führte. „Richtig interaktiv.“ Das Abendmahl im Anschluss − auch die Gäste Hand in Hand in der strahlenden Sonne − sorgte für ein unvergessliches Gemeinschaftserlebnis, das alle ergriffen hat, wie sie erzählen.

Für das frischgebackene Ehepaar ging ein Herzenswunsch in Erfüllung, „als aus zwei Familien eine wurde“. Dazu noch in der freien Natur, „in der wir uns Gott noch näher fühlten“, in einem Hotelgarten in Wasserburg, in einem Blumenmeer, mit weißem Teppich und Blick auf die blaue Weite des Sees. Viele einzelne Mosaiksteine, die der Braut wichtig waren und dem Bräutigam vorher eher verzichtbar schienen. Im Nachhinein trugen sie auch für ihn wesentlich zur außerordentlichen Atmosphäre bei. Zum Beispiel die 200 Ballons, die er mit dem Trauzeugen aufpumpte und in den Himmel entließ.
 
Katrin und Roman würden ihre Hochzeit genau so noch einmal feiern. Ein Fest an einem besonderen Ort in der Natur soll sich wiederholen, spätestens dann, wenn ein Kind kommt und getauft wird.
 
 
Hohelied 8,7
Viele Wasser können die Liebe nicht auslöschen noch die Ströme sie ertränken. Wenn einer alles Gut in seinem Hause um die Liebe geben wollte, würde man ihn verachten?